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Schwedische LEADER-Gruppe besuchte Philippstollen

Die Stollenführer und Projektbeauftragten des Heimatbundes der Stadt Olsberg e.V. für das Steigerhaus, Siegfried Stahlmecke, Diether Schnelle und Ingobert Balkenhol begrüßten am 29.08.16 eine Schwedische LEADER-Gruppe am Philippstollen zum Erfahrungsaustausch und zur Stolleneinfahrt.

LEADER ist ein Förderprogramm der Europäischen Union zur Förderung der ländlichen Entwicklung.  Der Name steht für „Liaison Entre Actions de Développement de l’Économie Rurale“ (Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) – eine Französische Abkürzung und keine Englische. Es hat also nichts mit „ANFÜHREN“ zu tun. Ganz im Gegenteil:

Im LEADER-Programm gilt das Prinzip: Von unten nach oben
Der sogenannte bottom-up-Ansatz. Dies bedeutet, dass  Menschen aus unserer Region selbst mitentscheiden können, welche Maßnahmen wichtig sind und welche Projekte verwirklicht werden sollen. Schließlich kommen die besten Ideen von den Menschen vor Ort, welche am besten wissen, was in ihren Dörfern und Städten entwickelt werden sollte.

LEADER-Gruppe am Philippstollen

LEADER-Gruppe aus Schweden besuchte am 29.08.16 den Philippstollen

 

Nach der Förderperiode 2007 bis 2013 hat sich die LEADER-Region Hochsauerland erneut mit Erfolg für die neue Förderperiode 2014-2020 beworben. In vielen Ländern Europas und auch in vielen Kreisen NRWs ist bisher noch kein funktionierendes Regionalmanagement etabliert. Vor Ort beim Regionalmanagement Hochsauerland haben die Regionalmanagerin, Frau Hannah Kath und Regionalmanager, Herr Christoph Hammerschmidt, bereits die ersten Bewilligungsbescheide erwirken können. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Leadervereins, Medebachs Bürgermeister, Herr Thomas Grosche, besichtigte eine Schwedische LEADER-Gruppe das Olsberger LEADER-Projekt. Hier konnte ein Erfahrungsaustausch zu einem abgeschlossenen Projekt der Vorjahre (Schüttmauern am Philippstollen), und dem im Antragsverfahren befindlichen „Steigerhaus“ am Philippstollen, stattfinden. Eine Stolleneinfahrt wurde selbstverständlich gemeinsam mit dem Team der LEADER-Bearbeiter des Philippstollen vorgenommen, bevor das Schwedenteam zu weiteren Projektbesichtigungen im Sauerland aufbrach.

Letzte Stolleneinfahrt vor 100 Jahren

 

Sauerland Kurier Download Letzte Stolleneinfahrt vor 100 Jahren

Die vorerst letzte Einfahrt in den Olsberger Philippstollen erfolgte am 15.07.1916. Nach der Blütezeit im 19. Jahrhundert mussten die Förderzahlen reduziert werden, obwohl noch genug Eisenerzvorkommen vorhanden war. Die Konkurrenz auf dem Weltmarkt zwangen die Gewerken (Eigentümer) zu diesen schwierigen Entschluss, da sich die Förderung nicht mehr lohnte. Der Briloner Eisenberg und mit ihm der Philippstollen gerieten vorerst in Vergessenheit.
Allerdings wurde im Kontext des Bergbaus am Eisenberg die Olsberger Hütte gegründet, eines der ältesten Familienunternehmen Deutschlands, welches erstmals 1577 urkundlich erwähnt wurde. Noch heute ist das Familienunternehmen unter dem Namen Olsberg aktiv.
Anlässlich des historischen Datums, der letzten Einfahrt, trafen sich die Mitarbeiter des Arbeitskreises Bergbau zu einer kleinen Feierstunde. Neben den geschichtlichen Erinnerungen sorgten die Zukunftspläne im Zusammenhang mit dem Philippstollen für interessante Gespräche.
Seit 2002 ist der Philippstollen nach zehnjähriger Restaurierungsarbeit wieder als Besucherbergwerk in Betrieb. Dieses Jahr wurde der Neubau des Steigerhauses in Angriff genommen und vier weitere Mitarbeiter befinden sich kurz vor der Abschlussprüfung zum „Zertifizierten Natur- und Landschaftsführer“.

Arbeitskreis Bergbau

AK Bergbau
(vl) Siegfried Stahlmecke, Ingobert Balkenhol, Ekkehard Wagener, Klaus Kropff, Matthias Ditz, Klaus Driller, Ralf Reschwamm, Manfred Karl, Diether Schnelle, Günter Senger, Paul Balkenhol

Damenunterstützung AK Bergbau:

Damen AK Bergbau
(vl) Brigitte Senger, Jutta Wagener, Friederike Driller, Ursula Balkenhol (Olsberg), Monika Balkenhol, Ursula Balkenhol (Elleringhausen)

 

Am 05.06.16 bekamen wir Besuch aus Fruges (französische Partnerstadt Olsbergs seit 1965)

Die Freunde der Städtepartnerschaft Fruges und Olsberg besuchten uns am 05.06. zu einer gemeinsamen Exkursion in den Philippstollen. Die 25 Exkursionsteilnehmer lauschten sehr interessiert den Ausführungen der drei Stollenführer, die sie begleiteten. Für unserer französischen Gäste war der mittelalterliche Bergbau ein tolles Erlebnis .

Nach der Stollenausfahrt wurden Erfrischungen gereicht und noch viele Fragen beantwortet. Unser Bürgermeister, Herr Wolfgang Fischer, hielt eine kurze Ansprache und brachte es sehr präzise auf den Punkt: „Freundschaft wird gelebt“. So kam es zu einem regen Gedankenaustausch der Teilnehmer. Die Sprachbarriere wurde in „Sauerländer Art“ schnell überwunden, da die französischen Gäste gleichfalls sehr kreativ und verständigungssuchend waren. Man hörte neben deutschen, französischen und englischen auch spanische Worte. So klappte die Verstänigung recht gut. Bei den komplizierteren Sachverhalten griffen die perfekten Dolmetscher der Freundschaftsvereinigung hilfreich ein.

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Geocacher wählten Philippstollen als Treffpunkt

 

Am 14.05.2016 kamen 60 Geocacher zur Stolleneinfahrt in den Philippstollen. Neben ihrem Haupthobby „Geochaen“ ist dies eine naturverbundene und vielseitig interessierte Gruppe.

Geocaching auf Deutsch auch GPS-Schnitzeljagd genannt, ist eine Art elektronische Schatzsuche. Die Verstecke („Geocaches“, werden anhand geographischer Koordinaten im Internet veröffentlicht und können anschließend mit hilfe eines GPS-Empfängers gesucht werden. Mit genauen Landkarten ist die Suche alternativ auch ohne GPS-Empfänger möglich.

Bei genügend Interesse kann der Heimatbund Olsberg einen entsprechenden Kurs hier vor Ort anbieten.

 

Kneippweg im WDR

30.06.2015 Der Gewinner ist: Der Olsberger Kneippweg

Im Rahmen der „Wanderkarte Deutschland“ wird der gewählte
NRW-Sieger-Weg, der Olsberger Kneippweg, am 15. Septenber im
„ARD Buffet“ im Ersten vorgestellt, in einer Reihe mit den Favoriten aller
Bundesländer.

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Hallo zusammen,
am kommenden Montag (22.06.15) wird der Kneippweg im WDR „daheim und unterwegs“ gezeigt.
Wir freuen uns sehr, schon zu den 5 schönsten Wanderwegen in NRW zu gehören, Nun geht es darum , zu den
5 schönsten Wanderwegen in Deutschland zu gehören.
Bitte anschauen und für den Kneippweg stimmen!
Danke und Gruß
Mechthild Funke
Olsberg Touristik

„nrw2go“ – WDR-Zuschauer wählen Nordrhein-Westfalens schönsten Wanderweg für die „Wanderkarte Deutschland“
Olsberger Kneippweg am 22. Juni 2015 in „daheim + unterwegs“

Düsseldorf, 18. Juni 2015 – Malerische Burgenromantik am Rhein, grüne Parklandschaften im Münsterland oder moderne Industriekultur im Herzen des Ruhrgebiets – Wanderer können Nordrhein-Westfalen in all seinen Facetten entdecken. Viele Wege führen durchs Land, aber wo wandert es sich am schönsten? Das Publikum von „daheim + unterwegs“ (WDR Fernsehen, montags – freitags 16.15 – 18 Uhr) darf entscheiden. Unter dem Motto „nrw2go – Die schönsten Wanderwege im Land“ stehen fünf Wanderrouten mit Beginn des Sommers zur Wahl: die Hermannshöhen, der Tecklenburger Bergpfad, der Olsberger Kneippweg, der Rheinsteig sowie der Emscher-Park-Weg.
Die Moderatoren von „daheim + unterwegs“ haben die Strecken in den vergangenen Wochen erkundet. René le Riche ist von Königswinter nach Bad Honnef unterwegs gewesen, Sandra Quellmann im Herzen des Ruhrgebiets von Oberhausen nach Bottrop. Karin Niemeyer ist rund um Tecklenburg gewandert, Marco Lombardo hat es in den Teutoburger Wald gezogen und Eva Assmanns Ziel war das Sauerland. Wie schwierig sind die Strecken, wie hoch ist der Erlebnisfaktor, wo kann man rasten? Das alles wollten die fünf herausfinden, und sie waren gespannt auf die Menschen, die ihnen beim Wandern begegnen und ihre Geschichten erzählen.
Die Reihe der filmischen Portraits der Wege in „daheim + unterwegs“ beginnt am 22. Juni 2015 mit dem Olsberger Kneippweg, am 23. Juni folgen die Hermannshöhen. Am 24. Juni schließt sich der Emscher-Parkweg an, am 25. Juni der Rheinsteig und am 26. Juni der Tecklenburger Bergpfad. Der von den Zuschauern per Voting gekürte Favorit geht dann am 15. September in die nationale Endausscheidung bei der „Wanderkarte Deutschland“ in der Sendung „ARD Buffet“ im Ersten (montags – freitags 12.15 – 13 Uhr).

Fotos finden Sie unter ARD-Foto.de
Infos zu daheim + unterwegs auf www.daheimundunterwegs.de

Stolleneröffnungsfest – eine gelungene Veranstaltung

Olsberg, Anfang Mai
Zum Saisonstart 2015 des Besucherbergwerks Philippsollen in Olsberg
hatte der Arbeitskreis Bergbau des Olsberger Heimatbundes zusammen
mit dem Waldgasthof Schinkenwirt eingeladen.
Bei bestem Wetter gab es ein Programm rund um die Bergmannskuh
mit kulinarischen Spezialitäten des Schinkenwirts, wie der schon bekannten
Brennnesselbratwurst, Stollensalami und Stollenschorle.
Untertage wurden Führungen mit kurzweiligen Erklärungen zur Bergbaugeschichte
im ca. 700m langen Philippstollen angeboten und zahlreich in Anspruch genommen.
Die Bergmannskuh war natürlich auch persönlich zum Fest gekommen.
Da die Bergleute früher in bescheidenen Verhältnissen lebten hatten alle Familien
nebenbei etwas Landwirtschaft und meist auch Ziegenhaltung. Und diese Ziegen nannte
man Bergmannskühe.
Für Kurzweil sorgte außerdem der Mundwerker mit seinem Programm.

Ralf Reschwamm

Stolleneröffnungsfest

 

Bergmannskuh

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Besucherbergwerk Philippstollen ist um eine Attraktion reicher

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Mit einem enormen Arbeitsaufwand haben die Ehrenamtlichen des Heimatbundes Olsberg mit den Koordinatoren vom Arbeitskreis Bergbau, Ralf Reschwamm und Günter Senger, im Rahmen eines Leader-Projektes die alten Schüttmauern vom starken Bewuchs und Schutt befreit und teilweise wiederhergestellt.
50 bis 60 Meter dieser Verlademauern sind jetzt sichtbar und erlebbar – ein Zeugnis der Bedeutung des Bergbaus in jener Zeit in Olsberg und im Sauerland. Sie waren unverzichtbar für einen effektiven Arbeitsablauf beim Verladen der Erze aus den Grubenfahrzeugen auf Pferde- und Eselkarren, welche die Hüttenwerke belieferten. Durch die Mauern wurde das Gefälle im Werksgelände genutzt, um die Karren von oben durch Schüttrinnen zu beladen. Jetzt ist anschaulich, wie aus den Olsberger Stollen jährlich 5000 bis 8000 Tonnen Eisenerze gefördert und verladen wurden. Die Schüttmauern (Nutzung von 1820 bis 1916) waren seitdem total zugewachsen, große Bäume standen darauf, Wurzeln hatten das Mauerwerk beschädigt, das teilweise eingestürzt ist. Knapp 500 Arbeitsstunden wurden in 28 Wochen geschultert – mit Unterstützung der Jugendfeuerwehr Bigge Olsberg, der Stadt Olsberg, heimischer Firmen und der Ausbildungsabteilung Forst des Josefsheims.
„Das ist enorm, was sie geleistet haben“, lobt die Erste Heimatbund-Vorsitzende Ursula Balkenhol einen der aktivsten und arbeitsaufwändigsten Arbeitskreise. Engagement ist aber nicht nur im Rahmen eines größeren Projektes gefragt. Wöchentlich freitags treffen sich die Arbeitskreis-Ehrenamtlichen zum Arbeitseinsatz. Zäune überprüfen, Rasenmähen, die übrigen Stollen (Max-, Allerheiligen- und Kirschbaum-Stollen) kontrollieren und Instandhaltungsarbeiten für den interkommunalen Gewerkenweg stehen regelmäßig an. Und das Projekt Philippstollen lebt immer weiter. „Wir haben noch viel vor“, sagt Balkenhol. Beispielsweise zeigt eine Tauchergruppe Interesse, zu erkunden, was sich in dem voll Wasser gelaufen Teil des Abbaugebietes noch alles verbirgt.
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Über 40 bergbauinteressierte Heimatfreunde hatten sich am 4. Dezember, dem Namenstag der Hl. Barbara, im Stollen eingefunden, um dieses traditionsreiche Fest zu begehen. Es kam bisher nicht oft vor, dass die Besucher sich freuten, ins „Warme“ zu kommen, denn die Außentemperaturen lagen deutlich unter denen im Stollen.
In der Barbarahalle angekommen, wurden die Gäste mit dem Steigerlied auf die Feierstunde eingestimmt. Ralf Rehschwamm, einer der Vorsitzenden des Arbeitskreises Bergbau begrüßte alle Anwesenden, insbesondere den Posaunenchor der ev. Kirche, die Geistlichkeit Herrn Pfarrer B. Krieger, Herrn Pfarrer R. Steilmann und die stellv. Bürgermeisterin E. Nieder. Er freute sich, dass so viele Gäste der Einladung gefolgt waren.
Nach einer weiterenmusikalischen Einlage des Posaunenchors wurde das Licht ausgeschaltet. Nur bei stimmungsvollem Kerzenschein folgten Gebete und Gedanken zur hl. Barbara. In seiner Ansprache erinnerte Pfarrer Krieger auch an die Menschen, die über 150 Jahre Erze im Philippstollen gefördert und somit Werte geschaffen haben, die heute noch für uns wichtig sind. Nachdem Lied „Großer Gott wir loben dich“ und einer Lesung, erinnerte Pfarrer Steilmann an den Gedenktag der Hl. Barbara. Vielen bekannt sind die Barbarazweige, Kirschzweige, die, am 4.12. in eine Vase gestellt, zu Weihnachten blühen sollten. Ausführlich ging er auf die Legende der Heiligen ein und stellte sie aufgrund ihrer trotz Folter lebenslangen Treue zum Bekenntnis des christlichen Glaubens als Vorbild für alle hin.
Klaus Kropff trug in gekonnter Weise eine Geschichte von Heribert Schmidt in abgewandelter Form vor – „die Geschichte vom Bergmannspfad“. Es wurde wieder einmal deutlich, wie mühsam die Bergleute früher ihren Lebensunterhalt verdient haben. Günter Senger, auch Vorsitzender des Arbeitskreises Bergbau, bedankte sich anschließend bei allen Beteiligten für die Mitwirkung bei der Durchführung der Barbarafeier. Sein besonderer Dank galt Michael und Gaby Pfannes vom „Schinkenwirt“, die kostenlos einen Imbiss bereitstellten und dem Posaunenchor, der an Stelle eines Entgelts für ihren Einsatz um eine Spende zur Finanzierung eines neuen Fensters für die Ev. Kirche bat. Unter den Klängen der Bläser klang die Feier bei Glühwein, weiteren Getränken und leckeren Schnittchen in der Barbarahalle aus.

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Fotos: Andreas Weller

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