Letzte Stolleneinfahrt vor 100 Jahren

 

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Die vorerst letzte Einfahrt in den Olsberger Philippstollen erfolgte am 15.07.1916. Nach der Blütezeit im 19. Jahrhundert mussten die Förderzahlen reduziert werden, obwohl noch genug Eisenerzvorkommen vorhanden war. Die Konkurrenz auf dem Weltmarkt zwangen die Gewerken (Eigentümer) zu diesen schwierigen Entschluss, da sich die Förderung nicht mehr lohnte. Der Briloner Eisenberg und mit ihm der Philippstollen gerieten vorerst in Vergessenheit.
Allerdings wurde im Kontext des Bergbaus am Eisenberg die Olsberger Hütte gegründet, eines der ältesten Familienunternehmen Deutschlands, welches erstmals 1577 urkundlich erwähnt wurde. Noch heute ist das Familienunternehmen unter dem Namen Olsberg aktiv.
Anlässlich des historischen Datums, der letzten Einfahrt, trafen sich die Mitarbeiter des Arbeitskreises Bergbau zu einer kleinen Feierstunde. Neben den geschichtlichen Erinnerungen sorgten die Zukunftspläne im Zusammenhang mit dem Philippstollen für interessante Gespräche.
Seit 2002 ist der Philippstollen nach zehnjähriger Restaurierungsarbeit wieder als Besucherbergwerk in Betrieb. Dieses Jahr wurde der Neubau des Steigerhauses in Angriff genommen und vier weitere Mitarbeiter befinden sich kurz vor der Abschlussprüfung zum „Zertifizierten Natur- und Landschaftsführer“.

Arbeitskreis Bergbau

AK Bergbau
(vl) Siegfried Stahlmecke, Ingobert Balkenhol, Ekkehard Wagener, Klaus Kropff, Matthias Ditz, Klaus Driller, Ralf Reschwamm, Manfred Karl, Diether Schnelle, Günter Senger, Paul Balkenhol

Damenunterstützung AK Bergbau:

Damen AK Bergbau
(vl) Brigitte Senger, Jutta Wagener, Friederike Driller, Ursula Balkenhol (Olsberg), Monika Balkenhol, Ursula Balkenhol (Elleringhausen)