Pädagogischer Weiterbildungstag im Steigerhaus am Philippstollen

Steigerhaus am Philippstollen“ – Gesundheit, Geschichte und Geologie

Pädagogischer Weiterbildungstag im Steigerhaus am Philippstollen

Download: Brilon-totallokal /2017/06/19/: Olsberg:

Das Lehrerkollegium der Realschule Belecke war letzte Woche mit 13 Lehrkräften zum pädagogischen Weiterbildungstag Gast im Steigerhaus am Philippstollen.
Das Steigerhaus am Philippstollen ist Bildungspartner des NRW Schulministeriums und der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA). Beide Partner setzen eine hohe Qualifizierung der Akteure für eine erfolgreiche Zusammenarbeit voraus. Dieser außerschulische Lernort wurde Ende 2016 in Olsberg neu gegründet und erreichte mit seinem sehr erfolgreichen Start eine außergewöhnliche Akzeptanz. Der Weiterbildungstag wurde von den zertifizierte Natur- und Landschaftsführer, Herrn Ingobert Balkenhol und Herrn Diether Schnelle, vorbereitet und durchgeführt. Der Tag und das Programm wurden in drei thematische Abschnitte eingeteilt: Bewegung – Geschichte – Geologie.
Das Bewegungsprogramm berücksichtigt ein ganzheitliches Verständnis von Gesundheit. Daher war die Praxiswanderung sowohl auf die Förderung der körperlichen als auch der psychischen und sozialen Gesundheitsressourcen ausgerichtet. Das Angebot unterstützte die Teilnehmer_innen darin, die Eigenverantwortung für ihre Gesundheit zu erkennen und in ihrem Lebensalltag aktiv anzunehmen. Die spezifische Gestaltung des Bewegungsangebotes zielt auf die Aktivierung des Herz-Kreislaufsystems und die präventive  Ausdauerförderung. Es kann direkt an die Schüler_innen weitergegeben werden.

Als Geschichtsprogramm wurden die Wallanlagen am Borbergkirchhof erkundet. Die Borbergterrassen mit ihren Wällen, Gräben und Hügeln faszinierte die Besuchergruppe besonders. Nach dem Befund mehrfacher Spatenforschung stammen die ältesten Erdwälle der Anlage aus der Zeit um Christi Geburt, als germanische Stämme im Sauerland auf die Kelten stießen. In der Zeit Karls des Großen und weiter im 8. und 9. Jahrhundert wurden die Befestigungsanlagen als Mauerburg erneuert. Die geschichtlichen Daten und die mystische Sage der Nonne Pia geben einen guten Einblick in diesen historischen Ort.
Geologie und Geschichte wurden anschließend noch gemeinsam bei einer Einfahrt in den Philippstollen näher betrachtet. Die bergmännische Ausbeutung der Region begann vermutlich schon in vorchristlicher Zeit im Tagebau auf dem Gipfelkamm des 606 m hohen „Briloner Eisenberges“. Erstmals urkundlich erwähnt wird dieser „Briloner Eisenberg“ im Jahre 1350. Der Philippstollen mit einer Gesamtlänge von etwa 1000 m durchfährt zunächst eine mächtige Serie aus Diabasen (magmatisches Gestein) und Tuffen (vulkanisches Eruptivgestein) des „Hauptgrünstein-Vulkanismus“, um dann das eigentliche und ehemals kostbare Roteisenerz zu erfassen. Es enthielt bis zu beachtlichen 35 % Eisen (Fe).
Der erlebnisreiche Tag wurde mit einem gemeinsamen Essen in einem urigen Restaurant abgeschlossen, das trotz Ruhetag extra für die Weiterbildungsgruppe öffnete. Hier zeigte sich die Olsberger Gastronomie von der besten Seite. Es ist geplant diese rundum gelungene  Weiterbildungsveranstaltung fest in das Programm des Steigerhauses am Philippstollen aufzunehmen.
Quelle Text: Dr. Aileen Balkenhol / Foto: Heimatbund
Bericht: brilon-totallokal.de – Ihr Nachrichtenmagazin aus Brilon

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